Messegelände 1946–1989

4.8 km

Die Route Messegelände führt uns in den Stadtteil Alt-Brünn, in dem es in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts auf dem Mendelplatz zu einer radikalen Assanierung der historischen Bauten und zu einer Neubebauung nach den Plänen des Architekten František Kočí kam. Die Plattenbauwohnungen an der Veletržní-Straße sollten einen neuen städtischen Boulevard schaffen, der in- und ausländische Besucher zum Messegelände führt, das seit den fünfziger Jahren alljährlich Schauplatz der weltberühmten Internationalen Maschinenbaumesse und weiterer Prestigemessen und Ausstellungsveranstaltungen war. Das ursprüngliche Messegelände, das für die Feier zum zehnjährigen Bestehen der Tschechoslowakei auf der grünen Wiese errichtet wurde und eine Demonstration der modernen tschechischen Kultur, Architektur und des Designs war, wurde Ende der fünfziger Jahre vergrößert. Das Areal erhielt nicht nur ein neues Verwaltungsgebäude, dessen Innenräume den Einfluss des sog. Brüsseler Stils nicht leugnen, sondern vor allem neue Ausstellungspavillons und seine Dominante, den Pavillon Z. Nach der Besichtigung der Nachkriegsobjekte macht die Route hinter den Toren des Messegeländes einen Bogen an einem weiteren Hotel vorbei, das gerade deshalb gebaut wurde, um die Messebesucher zu beherbergen, das Hotel Voroněž. Die Route endet an zwei Sportarealen, am Brünner Velodrom und am Flussschwimmbad Riviéra. Von der Haltestelle Messegelände Haupteingang beginnt der Ausflug über den Brünner Südhang des Stadtteils Stránice, wo in der Nachkriegszeit eine Reihe interessanter Bauten entstand, wie etwa Studentenwohnheime und Wohnhäuser oder individuelle Familienwohnungen. Vom Schwimmbad Riviéra aus können sie die Route entlang der Schwarza flussaufwärts zu einem Ausflug zum Pavillon Anthropos von Evžen Šteflíček fortsetzen, der gedanklich an Karel Absolons Zwischenkriegsausstellung auf dem Messegelände anknüpft, und von dort aus durch den Masaryk-Hain einen Spaziergang zum von Architekt Jan Dvořák entworfenen Hotel Myslivna (Forsthaus) machen. Vom Messegelände aus gelangen sie mit einem O-Bus leicht in den Stadtteil Kohoutovice. Der urbanistische Plan der experimentellen Siedlung entstand ursprünglich im Forschungsinstitut für Aufbau und Architektur und wurde letztendlich jedoch von František Kočís Team entworfen. Im Jahr 1970 begann man mit dem Bau des Hauptverkehrswegs und daran anschließend mit den Plattenbauten. Die Siedlung für 11 000 Einwohner wurde im Jahr 1981 fertiggestellt. Ihre Dominanten sind ein Plattenbau, auf dessen Dach das Restaurant Grand Prix errichtet wurde oder der Wasserturm von Kohoutovice.

 


 

Name
Messegelände 1946–1989

Länge
4.8 km

Počet objektů
23

Beginn der Route
Mendlovo náměstí 686

První objekt
Selbstbedienungsladen am Mendelplatz (heute Albert)
D125


Öffentlicher Verkehr
Mendlovo náměstí (TRAM 1, 5, 6, TROL 25, 26, 35, 37, 38, BUS 44, 52, 84)

GPS
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